23. Rosenmeyersches Haus
Die zu einem dreigeschossigen, barocken Fachwerkhaus von 1746 gehörige Giebelseite wurde einem 1975 an gleicher Stelle errichteten Neubau vorgesetzt. Das Giebelfeld wurde neu geschaffen, da der Vorgänger zuletzt ein Krüppelwalmdach hatte. Die Fachwerkwand kragt an den Obergeschossen und dem Giebel mit abgerundeten Balkenköpfen und Füllungshölzern dazwischen insgesamt vierfach hervor. Bestimmende Details sind die in den beiden unteren Geschossen mit reicher Kapitellzier versehenen Ecksäulen, die durch Ornamente ergänzten, langen lateinischen Inschriften an den Schwellbalken der Obergeschosse, die Andreaskreuze in den Brüstungsgefachen und schräg geführte Kurzriegel. Die goldenen hervorgehobenen Buchstaben in der untersten Inschrift ergeben als Chronogramm die Jahreszahl 1746 und tragen zur reichen Erscheinung der Fassade bei.
Baudenkmäler o.J., S. 150
Quelle: Stadt Warburg. Hrsg. v. Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Hansestadt Warburg. Petersberg 2015 (Denkmäler in Westfalen, Kreis Höxter, Band 1.1. Denkmaltopographie der Bundesrepublik Deutschland).